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Lösungs- und ressourcenorientiert arbeiten

Der lösungsfokussierte Ansatz dreht die Blickrichtung um: Statt zu fragen, warum ein Problem entstanden ist, fragen wir, wie die gewünschte Zukunft aussieht – und was schon jetzt in ihre Richtung weist. Das erzeugt Bewegung und konkrete nächste Schritte.

Relevant für: Business Coaching · Team Coaching · Organisationsentwicklung

Die Wunderfrage

Ein Klassiker, um ein Ziel greifbar zu machen: „Angenommen, über Nacht geschieht ein Wunder und Ihr Problem ist gelöst, ohne dass Sie es bemerken – woran würden Sie am nächsten Morgen zuerst merken, dass das Wunder passiert ist? Und woran würden andere es merken?" So entsteht ein konkretes Bild des Zielzustands – die Grundlage für alles Weitere.

Ausnahmen entdecken

In jeder Schwierigkeit gibt es Momente, in denen sie kleiner ist oder ganz fehlt. Diese Ausnahmen sind Gold wert:

  • Wann tritt das Problem nicht auf? Wann ist es etwas besser?
  • Was ist dann anders? Was tun Sie – oder andere – dann anders?
  • Was müsste passieren, damit solche Momente häufiger werden?

Ausnahmen zeigen: Die Lösung ist oft schon da, nur noch nicht bewusst und nicht oft genug.

Skalierungsfragen

Skalen von 1 bis 10 machen Diffuses messbar und Fortschritt sichtbar: „Wenn 10 bedeutet, das Ziel ist erreicht, und 1 der Ausgangspunkt war – wo stehen Sie heute? Wie haben Sie es geschafft, schon auf diesen Wert zu kommen? Und was wäre ein erstes, kleines Zeichen für einen halben Schritt nach oben?" Skalen eignen sich für Fortschritt, Motivation und auch für die Einschätzung von Beziehungen.

Ressourcen und Coping

Gerade in belastenden Situationen lohnt der Blick auf die vorhandene Kraft:

  • Welche Stärken würde eine wohlwollende Beobachterin Ihnen zurückmelden?
  • Wie haben Sie das bisher alles ausgehalten? Woher nahmen Sie die Energie?
  • Worauf können Sie weiter aufbauen?

Die Grundüberzeugungen dahinter

  • Es gibt keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Problem und Lösung.
  • Klient:innen definieren die Ziele – sie sind die Expert:innen.
  • Menschen haben, was sie zur Lösung brauchen.
  • Kleine Veränderungen führen zu großen.
  • Veränderung geschieht, wenn Menschen sich als kompetent und wirksam erleben.
  • Über Lösungen zu sprechen ist hilfreicher, als über Probleme zu sprechen.

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